Bucherlebnisse - wertvoll für das ganze LebenGerade habe ich meine Karte für die Frankfurter Buchmesse geordert. Da fiel mir ein, wie ich vor etwa 30 Jahren zum allerersten Mal die Buchmesse besucht habe. Das war eines meiner eindruckvollsten Bucherlebnisse. Es kam gleich nach dem Vorlesen aus dem Märchenbuch in meiner Kindheit.

Über Bücherwürmer und Leseratten

Seit ich mich erinnern kann, haben mich Bücher fasziniert. Ich gar nicht genug von ihnen bekommen und nachdem ich erfahren hatte, dass es eine Messe gab, auf der nur Bücher ausgestellt wurden, wollte ich dahin. Es hat dann noch ein bisschen gedauert. Meine Mutter hat versucht, die Zeit mit Vorlesen und Büchereibesuchen, Besuchen bei den damals noch seltenen Autorenlesungen und Buchgeschenken zu überbrücken. Und das, obwohl sie selbst und mein Vater so gut wie gar nicht gelesen haben. Es können also auch aus Kindern von Nicht-Leseratten Bücherwürmer werden. Als ich dann endlich das erste Mal mit meiner Freundin von Duisburg nach Frankfurt zur Buchmesse fuhr, war das natürlich sehr aufregend. Vor den Toren der Buchmesse standen unzählig viele Menschen und als wir endlich auf der Messe waren, waren wir überwältigt.

Bucherlebnisse auf Kinderbuchmessen

Auch heute noch, obwohl ich fast jedes Jahr zur Buchmesse fahre, bin ich begeistert von dem Anblick der Bücher. Wie die gestapelt sind. Eigentlich ist mir dort zu viel los und doch fahre ich jedes Jahr, wenn es eben geht, hin. Für Kinder ist die Messe allerdings zu groß, auch wenn es einige Aktionen für Kinder gibt. Aber es gibt ja in vielen Städten Kinderbuchmessen, z. B. die KIBUM in Oldenburg (5. bis 15. November 2016)  oder Leselust in Lörrach (18. bis 20. November 2016)  In Saarbrücken gibt es im nächsten Jahr wieder die Europäische Kinderbuchmesse (18. bis 21. Mai 2017)  Es lohnt sich, einmal in der Umgebung zu schauen, wo diese oder andere Messen stattfinden.

Vorlesestunden mit Autoren

Und wenn gerade keine Messe stattfindet, dann schauen Sie doch nach Autorenlesungen – in Büchereien oder Buchhandlungen, Schulen oder anderen Institutionen. Den meisten Autoren gelingt es, die Kinder zu fesseln und für Geschichten zu begeistern. Und die Liebe zu Geschichten die beste Motivation zum Lesen lernen. Ich erlebe das selbst oft genug, dass selbst Kinder, die noch nie ein Buch gelesen haben, sich anstecken lassen, wenn ich ihnen eines meiner Bücher schenke. Ein Junge hat sich so durch alle meine Kinderbücher gelesen, weil ich ihm versprochen habe, dass er ein weiteres Buch bekommt, wenn er das eine Buch innerhalb von einer Woche schafft 🙂 Aber danach war er zum begeisterten Leser geworden, auf jeden Fall ein guter Einsatz meiner Belegexemplare.

In der Bücherei stöbern

Ich weiß nicht, wie viele Stunden und Tage ich als Kind in der Bücherei verbracht habe, aber meine Ausleihnummer kenne ich noch heute: 918. Dabei sind Jahrzehnte vergangen, seit ich den Ausweis zuletzt benutzt habe. Das zeigt am besten, welche langfristige Wirkung Büchereibesuche haben können. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Ihnen die Bücherei in Ihrer Nähe bietet, gehen Sie mit Ihrem Kind dorthin, lassen Sie es selbst die Bücher auswählen, die ihm Freude bereiten. Und wenn es sie noch nicht lesen kann, lesen Sie sie ihm vor oder erstellen Sie eine Liste der Bücher, die es irgendwann lesen möchte. Vielleicht machen Sie sogar ein Foto von Ihrem Kind mit dem Buch in der Hand und hängen es an die Pinnwand – als ständige Motivation für die wirklich anstrengenden Monate, in denen Ihr Kind lesen lernt.

Beiträge in meinem AutorenBlog über Bucherlebnisse