Der erste Schultag ist ein ganz besonderer Tag im Leben, weil sich das Leben eines Menschen danach völlig ändert, sprich: Anlass für ein Einschulungsfest. Es ist doch angemessen, diesen Tag besonders zu feiern und so zu gestalten, dass sich das Kind noch lange daran erinnert. Das bedeutet nicht, dass aufwendig verbunden mit hohen Kosten gefeiert werden muss, wichtig ist, dass der Tag aus den anderen Tagen hervorsticht.

Möglichkeiten für das Einschulungsfest abwägen

Der Einschulungstag ist der Tag des Schulanfängers oder ABC-Schützen, wie man früher sagte. Daher sollte er so gestaltet werden, dass er nicht überfordert ist und seine Freude hat. Das ist wichtig, denn viele Kinder erinnern sich nicht genau an den Tag, weil sie zu viele Eindrücke hatten. Schon der Vormittag in der Schule ist ja gespickt mit außergewöhnlichen Erlebnissen. Wenn dann noch mittags die Großeltern, Tanten und Onkel kommen und nachmittags ein Ausflug auf die Bowlingbahn ansteht, bleibt am Ende nur ein Gefühl von Hektik und das Besondere geht verloren.

Ruhe statt Stress und Hektik

EinschulungsfestHaben Sie daher bei der Planung Ihr Kind im Blick. Braucht es länger, um Eindrücke zu verarbeiten, gehen Sie lieber mit ihm alleine an einen ruhigen Ort – in den Zoo, machen Sie ein Picknick im Wald oder eine Rundfahrt mit einem Ausflugsschiff. Die Großeltern und anderen Gäste können doch am Wochenende kommen, dann kann Ihr Kind auch schon die ersten Lernerlebnisse berichten und Ergebnisse vorzeigen. Gerade für Kinder, die ohnehin nur langsam zur Ruhe kommen, empfiehlt sich ein solch ruhiges Event. Möchten Sie eine Party feiern, laden Sie nicht so viele Gäste ein und sorgen Sie für Strukturen in dem Fest. Planen Sie zum Beispiel ein gemeinsames Kaffeetrinken und eine Zeit, um in Ruhe die Geschenke auszupacken, damit diese auch gewürdigt werden können.

Gemeinsame Vorbereitung

Ein Ausflug oder ein Picknick lassen sich relativ leicht vorbereiten, Sie müssen nur mit Ihrem Kind das Ziel auswählen, die Speisen vorbereiten und können sich auf den Weg machen. Anders ist das bei einem Fest mit Gästen. Hier ist einiges zu beachten, aber wenn Sie Ihr Kind in die Vorbereitungen einbeziehen, trainiert es gleich einige der Fähigkeiten, die es in der Schule benötigt. Ja, denken Sie nur an so Dinge wie die Zahl der Gäste, es sollten nicht mehr sein, als Teller, Tassen, Gläser und Stühle zur Verfügung stehen. Lassen Sie Ihr Kind zählen oder in Gedanken auf jeden Stuhl einen Gast setzen. Damit sortiert sich nebenbei, wie viele Gäste eingeladen werden. Wenn in Ihrer Familie üblich ist, dass jeder unangemeldet bei einem besonderen Anlass hereinschneit, sollten Sie mit Verwandten, Nachbarn und Freunden vorher klären, wie der Tag abläuft. Denken Sie immer daran, der erste Schultag ist so etwas wie der erste Arbeitstag und am Tag danach geht die Arbeit richtig los. Da muss Ihr Kind fit sein.

Basteln für das Einschulungsfest

Spätestens ab dem zweiten Schultag werden Auge, Ohren, Finger und Sitzfleisch Ihres Kindes gefordert. Warum also nicht gemeinsam die Dekoration und die Einladungen für das Einschulungsfest basteln? Dabei schult Ihr Kind seine Fingerfertigkeit und Sie können die Vorfreude auf den Tag gemeinsam ausleben. Links zu den Bastelanleitungen für eine pfiffige Papiergirlande, Namensschilder und kleine Schultüten als Geschenke für die Gäste finden Sie am Ende des Beitrags. Sie können das alles natürlich auch kaufen, in Schreibwarenläden gibt es eine Fülle von entsprechenden Materialien. Das ist eine Frage der Zeit, Kosten und auch Wertigkeit, in etwas Selbstgebasteltes faltet man immer auch ein bisschen von sich hinein. Einladungen zum Beispiel lassen sich doch schnell selbst herstellen, einfach farbigen Karton auf Postkartengröße zuschneiden, hinten Termin und Uhrzeit vermerken und das Kind die Vorderseite frei gestalten lassen. So ist es beschäftigt und fühlt sich besonders, weil es auch einen Beitrag zur Vorbereitung leisten kann.

Endlich ist das Fest gekommen

lingen_ebbert_sv_einschulungspartyNachdem die Einladungen – rechtzeitig – verschickt oder ausgesprochen wurden, Tische und Speisen vorbereitet sind, ist dann endlich der große Tag gekommen. Alle sind aufgeregt, Sie als Eltern natürlich, das frisch gebackene Schulkind vor allem, aber auch die Gäste, die sich meist gut erinnern, wie das Kind als Baby aussah. Kurzum: Es ist mit großem Hallo und Durcheinander zu rechnen. Das lässt sich kaum vermeiden, deshalb ist es wichtig, dass Ihr Kind weiß, dass es sich zurückziehen kann, wenn es das möchte. Bitten Sie die Gäste um Verständnis, dass Ihr Kind einen anstrengenden ersten „Arbeitstag“ hinter sich hatte und vielleicht nicht auf jede Frage antwortet und nicht jedes Geschenk sofort auspackt und bejubelt. Versuchen Sie so viel Gelassenheit wie möglich auszustrahlen und setzen Sie sich nicht selbst unter Druck. Dann wartet Oma eben mal ein wenig auf den Kaffeenachschub und bei einem Fest mit Kindern kippt auch schon mal ein Saftglas um. Wichtig ist doch, dass das neue Schulkind in seinem Herzen bewahrt, dass der erste Schultag ein ganz besonderer Tag war. An was Kinder sich besonders erinnern, habe ich in diesem Beitrag über Einschulungserlebnisse festgehalten, für den ich Erstklässler am Ende der ersten Klasse befragt habe.