Ich denke schon lange Zeit darüber nach, wie man diese vielen Werbesprospekte, die einem ins Haus flattern, sinnvoll verwenden kann. Heute hatte ich endlich eine Idee, als ich die Ausmalbilder von unserer Seite und von Leo Lausemaus ausgedruckt habe. Wer sagt eigentlich, dass ein Ausmalbild ausgemalt werden muss. Man kann es doch auch genauso gut mit Papierstücken bekleben oder mit Papierkügelchen, dann kriegt das Bild noch einen 3-D-Effekt. Ab sofort sind alte Prospekte, Zeitungen und Kataloge nicht mehr nur Altpapier, sondern ein „Farbtopf“.

Ausschneiden und Farben sortieren

Bei den Kinderbeschäftigungen denke ich gerade gar nicht daran, welche Fähigkeiten für die Schule dabei gefördert werden. Aber bei dieser Beschäftigung trainiert Ihr Kind sogar noch nebenbei die Auge-Hand-Koordination, sprich: Es übt, da zu schneiden, wo es schneiden möchte und hinguckt. Das ist eine wichtige Grundlage für das Schreiben.

Die Aufgabe ist nämlich, freie Farbflächen aus Prospekten auszuschneiden, das muss weder gerade noch schön sein, aber, es sollte nur eine Farbe auf dem Schnipselpapier zu sehen sein.

Wenn das Prospekt bearbeitet wurde, kann ihr Kind die Schnipsel nach Farben sortieren. Wenn es Lust hat, kann es sich eine Palette basteln, Notizzettel mit Farben ausmalen und die Schnispel darauf legen.

Papier kleben oder knüllen

Wenn die Farben „angerührt“ bzw. ausgeschnitten sind, kann es ans Gestalten des Bildes gehen. Entweder werden die Papierschnipsel direkt aufgeklebt und dazu ggf. kleiner geschnitten. Oder – eine tolle Übung für die Feinmotorik – aus kleinen Papierstücken werden Kügelchen geknüllt und diese Kügelchen werden auf das Ausmalbild geklebt. Ich bin nicht weiter als bis zur Sonne und Wolke gekommen, weil ich dann eine andere Idee hatte. Wenn es Ihrem Kind ebenso geht, suchen Sie gemeinsam ein sinnvolles Ende oder besprechen Sie, dass es das Bild ein anderes Mal fertig stellt. Wichtig ist, dass es nicht viele verschiedene Dinge gleichzeitig anfängt, denn trotz allem ist es wichtig, dass es sich angewöhnt, sich zu konzentrieren, etwas zu beenden und strukturiert zu werkeln.

Link zu unseren Ausmalbildern

Über den Sinn von Ausmalbildern

Bilder ausmalen ist übrigens durchaus sinnvoll für Kinder – es gab eine Zeit, in der waren Ausmalbilder verpönt, weil sie die Kreativität der Kinder hemmen würden. Ich sehe das anders, Kinder haben genug andere Möglichkeiten, ihre Fantasie einzusetzen und sie können an einem Tag eigene Bilder malen und an einem anderen Ausmalbilder. Das Gute an Ausmalbildern ist, dass die Kinder selbst merken, dass es nicht so toll aussieht, wenn sie wild auf dem Blatt malen. Wie das „wilde“ Malen ist auch das gelenkte Ausmalen sinnvoll, weil Kinder dabei auf die Ränder achten und trainieren, ihre Kraft und Geschwindigkeit beim Führen eines Stiftes zu dosieren. Das hilft sehr, wenn sie in der Schule mit dem Schreiben beginnen. Also lassen Sie Ihr Kind ruhig ausmalen, aber eben auch frei malen und auf einer Seite des Ausmalbuches ein Mosaik kleben oder die Seite heraustrennen und mit Papierkügelchen bekleben.