Schon ehe ein Kind in die Schule kommt, nutzt es Zahlen und kann sogar bereits ein wenig rechnen. Es vergleicht die Anzahl der Kekse auf Ihrem und dem eigenen Teller, es zählt Gänseblümchen und es zieht die Spielfigur um eine gewürfelte Zahl vor. Je mehr dieser Erlebnisse es hat, umso besser entwickelt sich sein mathematisches Verständnis.

Rechnen lernen beim Würfelspiel

Die meisten Kinder haben keine Probleme damit, bei einem Würfelspiel, Zahlen zu erkennen, dessen Ziffern sie nicht lesen können. Sie wissen irgendwann, dass die fünf Punkte für die Zahl 5 stehen. Manche Kinder durchschauen sogar von alleine das Prinzip, dass gegenüberliegende Augenzahlen immer die Summe 7 ergeben. Es lohnt sich also, den Würfelaugen besondere Aufmerksamkeit zu widmen und Spiele zu nutzen, in denen Zahlenwürfel oder Zahlenbilder vorkommen.

Das klassische Dominospiel

In fast allen Spielesammlungen befindet sich das klassische Domino-Spiel, auf dem die gleichen Zahlbilder zu sehen sind wie auf einem Würfel. Das Spielprinzip ist einfach: Alle Spieler erhalten zum Start die gleiche Anzahl Spielsteine, nicht zu viele, fünf oder sechs sind genau passend. Die restlichen Steine werden mit den Zahlbildern nach unten an die Seite gelegt. Ein Stein kommt in die Mitte und nun darf reihum jeder Spieler einen Stein anlegen, sofern er einen Stein hat, der das gleiche Zahlbild zeigt wie am Ende der Steinreihe zu sehen ist. Hat er keinen passenden Stein, muss er einen ziehen. Das Spiel ist beendet, wenn der erste Spieler alle Steine ablegen konnte. Das Spiel lässt sich aber auch ohne Gewinner und Verliere spielen: Dann liegt wieder ein Stein in der Mitte, alle anderen Steine verdeckt auf dem Tisch. Es wird abwechselnd gezogen und alle gemeinsam überlegen, wo der Stein angelegt werden könnte. Das ist eine Variante für den Fall, dass Ihr Kind aggressiv reagiert, wenn es im Spiel verliert und Sie sich nicht den Nachmittag verderben lassen möchten. Was nicht heißt, dass Sie das Thema „Im Spiel verlieren können“ nicht auch angehen müssen, aber vielleicht besser, wenn Sie alle entspannt sind.

Mensch-ärgere-dich-nicht

Das Spiel „Mensch-ärgere-dich-nicht“ verrät ja bereits, dass es Ärger geben kann – für Sie oder für Ihr Kind. Deshalb eignet sich das Spiel nicht nur prima, zum Würfelbilder lernen, sondern auch dazu zu lernen, im Spiel zu verlieren. Auch hier ist das Prinzip einfach: Jeder erhält vier Figuren, die er in ein Ziel bringen muss. Dazu wird mit zwei Würfeln gewürfelt, das ermöglicht Ihrem Kind schon größere Rechenoperationen kennenzulernen. Es kann die gewürfelten Zahlen getrennt gehen oder addieren, wie Sie es vermutlich vormachen, wenn Sie mit einer Figur die gewürfelte Summe gehen. Das Tückische an dem Spiel ist, dass man andere Figuren abwerfen darf und die wieder beim Start beginnen müssen. Das kann schon zu Ärger führen, wenn die Figur kurz vor dem Zielfeld steht. Deshalb heißt das Spiel eben „Mensch ärgere dich nicht“. Spaß macht es trotzdem und schult nebenbei noch das Gefühl für Zahlen und strategisches Denken.

Schauen Sie doch mal, welche Würfelspiele sich im Spielzeugregal im Kinderzimmer befindet und spielen Sie drauf los.

Andere Laufspiele

Laufspiele nennt man jene Spiele, bei denen die Spieler eine Figur von Feld zu Feld rücken müssen. In klassischen Spielesammlungen ist das oft ein Märchenspiel oder auch ein Leiterspiel, aber viele klassische und neue Spiele setzen ebenfalls auf das Prinzip. Das Schöne ist, dass Ihr Kind sich beim Spiel ein Bild zu einer Zahl einprägt. Diese Zahlbilder helfen ihm in der Schule, sich rasch in die Grundprinzipien der Mathematik einzufinden. Wenn Sie schöne Laufspiele kennen, posten Sie diese gerne, das Angebot ist so groß, dass ich für jeden Tipp dankbar bin.