Gerade ist mir aufgefallen, dass ich die Fragen zum Schulalltag aus unserem Gewinnspiel noch nicht beantwortet habe. Hier sind die Fragen und Antworten.

Welche Pausenmahlzeit ist sinnvoll und wird gegessen?

Ja, das Pausenbrot. Wir erinnern uns vermutlich daran, dass wir selbst das eine oder andere Brot wieder mitgebracht haben. Wenn wir uns das in Erinnerung rufen, fällt es uns leichter zusammen mit dem Kind einen Snack zu finden, der ihm schmeckt. Ein gesundes Brot mit einem gesunden Aufstrich oder Belag ist sicher der Klassiker und auch am besten. Allerdings sind viele Kinder nicht daran gewöhnt, solche Brote zu essen, die je nach Verpackung schon weich oder trocken sind. Da sind Vollkornkekse ohne Aufstrich unter Umständen besser, zusammen mit einer Flasche Wasser oder Saftschorle, ein paar Nüssen und Obst bilden sie eine gute Mischung aus allem, was ein Kind in der Pause braucht.

Wie beuge ich Unterforderung vor?

Nach meiner Erfahrung wird in der Schule heute schon viel dafür getan, dass Kinder nicht unterfordert sind. Gerade in der Grundschule ist ein binnendifferenzierter Unterricht, bei dem es Aufgaben in verschiedenen Schwierigkeitsstufen gibt, durchaus üblich. Wenn Sie den Eindruck haben, Ihr Kind sei unterfordert, sprechen Sie die Lehrkräfte an. Manchmal ist es sinnvoll, dieser Unterforderung mit anspruchsvolleren Aufgaben zu begegnen, oft hilft aber auch ein Hobby, das mit Schule nichts zu tun hat, ein Musikinstrument lernen zum Beispiel oder ein Thema, zu dem Ihr Kind Informationen sammeln kann, früher sammelte man Briefmarken und informierte sich über die Motive auf den Briefmarken, heute ist das Angebot so vielfältig, dass Sie schauen müssen, was Ihr Kind interessiert.

Wie gehe ich mit meinen eigenen Ängsten als Mutter oder Vater um?

In einem Beitrag zum Gewinnspiel schrieb eine Mutter, dass die Ängste ums Kind wohl nie aufhören werden, ob das Kind 6 oder 30 ist. Und so ist es. Als Vater oder Mutter muss man sich dessen bewusst sein und sich immer wieder fragen: Verhindere oder verbiete ich jetzt etwas, weil es für mein Kind mit seiner Persönlichkeit in seinem Alter nicht passend ist oder weil ich Angst habe, ihm könnte etwas passieren. Ich weiß, dass das hart klingt, aber einem Kind kann überall etwas passieren – körperlich und seelisch. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Ängste ernst nehmen und mit dem Partner oder auch anderen besprechen, aber nicht mit dem Kind. Elternängste werden zu leicht auf Kinder übertragen, daher lieber zurückhaltend sein, vor allem mit Ängsten, die den Alltag betreffen – Ihr Kind wird sein Leben lang Verkehrsteilnehmer sein müssen und sich in fremden Gruppen zurechtfinden. Wenn es Ihre Angst spürt, besteht die Gefahr, dass es erst auf die Idee kommt, es könnte ungewohnt und schwer zu bewältigen sein. Beinhaltet die Situation, vor der Sie Angst haben, ein Risiko, das über den Alltag hinausgeht, erklären Sie Ihrem Kind, woher Ihre Angst rührt – dass Sie sich sorgen, dass sie selbst als Kind eine schlechte Erfahrung gemacht haben und daher besonders ängstlich sind …

Wie nehme ich meinem Kind den Druck, alles richtig zu machen?

Wenn ein Kind in die Schule kommt, hat es meist schon fünf bis sechs Lebensjahre mit unzähligen Erfahrungen hinter sich. Da hat es entweder eher erlebt, dass Fehler, Flecken, Patzer entschuldbar sind und Ansporn, sich zu verbessern, oder es hat erlebt, dass Fehler falsch und negativ sind. Je nach Erfahrungsschatz entwickelt sich ein übertriebener Ehrgeiz, alles richtig zu machen, oder eine gelassene Einstellung Fehlern gegenüber. Gerade in der Zeit vor der Einschulung wäre es gut, wenn Sie sich als Eltern beobachten, wie Sie auf Fehler reagieren. Signalisieren Sie, dass Fehler eine Chance und kein Makel sind, dass niemand alles richtig machen kann und schon gar nicht etwas, das es noch nicht gelernt hat. Das klingt jetzt so banal, aber Kinder haben bei der Einschulung die Vorstellung, sie könnten sofort alles. So ist das nicht, bis ein Kind flüssig eigene Gedanken aufschreiben kann, vergeht ein Jahr oder mehr. Stellen Sie immer wieder den Bezug her zu dem, was es können sollte und dem was es kann und widersprechen Sie vor allem, wenn Ihr Kind sich mit anderen vergleicht. Jedes Kind bringt andere Erfahrungen mit und lernt anders.

Wie verhindere ich Stress im Schulalltag?

Wenn ein Kind Stress und Druck im Schulalltag verspürt, sollten Sie vor allen anderen Maßnahmen mit ihm klären, was ihm Stress bereitet: Ist es zum Beispiel das Gefühl, nicht gut genug zu sein? Ist es der Zeitdruck des Alltags? Ist es der eigene Ehrgeiz? Heute ist es leider so, dass Kinder sich in der Schule schon gegenseitig unter Druck setzen und leider leider gibt es auch Lehrer, die das stützen. Ich habe schon Kinder erlebt, denen die Lehrer in der ersten Klasse erklärt haben, sie würden mit dem Stoff sowieso nie zurechtkommen. Um Stress zu verhindern, ist vor allem wichtig, dass Sie von sich aus keinen Druck machen und in Haushalten mit Geschwisterkindern keinesfalls die Kinder vergleichen. Auch wenn die Kinder sich selbst vergleichen, darauf hinweisen, dass jeder anders lernt, andere Fähigkeiten hat und es nicht um „besser“ oder „schlechter“ geht, sondern darum etwas nach seinen Möglichkeiten gut zu machen. Das gilt auch für Vergleiche mit Mitschülern, die von den Kindern oft selbst aufgestellt werden. Ein gesundes Selbstvertrauen hilft in jedem Fall, mit der Situation umzugehen.

Wie übt man Zeitmanagement?

Die Antwort steckt schon in der Frage: Zeitmanagement ist eine Frage der Übung und der sinnvollen Planung. Ein Beispiel, das mir Kinder ganz oft erzählen, wenn sie das Geodreieck oder das richtige Buch nicht dabei haben: Morgens wird hektisch die Schultasche gepackt – und dann fehlt etwas. Ein Schultaschen-Check am Abend erspart hier schon viel Unruhe. Auch wenn es Studien gibt, die dafür sprechen, dass Unterricht besser später beginnen sollte als zwischen 7.30 oder 8.00 Uhr, lässt sich das nicht ändern. Die Anfangszeit ist gesetzt und von da aus – wie auch von der Endzeit – ist der Zeitplan zu entwickeln. Dazu gehört rechtzeitig aufstehen, schauen, wie lange das Kind zum Anziehen und Frühstücken braucht. Und wie in einem Business-Zeitplan ist sinnvoll, dass immer ein Puffer eingebaut wird. Die Übung hat den größten Erfolg, wenn der Zeitplan stets gleich ist. Dann nämlich setzt eine Gewohnheit ein und allen fällt es nicht mehr so schwer, den morgendlichen Plan umzusetzen.

Wie motiviere und unterstütze ich mein Kind, wenn es um die Hausaufgaben geht?

Die Hausaufgaben sind ein Thema für sich, das die ganze Schulzeit präsent bleiben wird. Je eher Sie Ihrem Kind klar machen, dass Hausaufgaben keine freiwillige Leistung sind, sondern zum Job gehören, umso leichter fällt es Ihnen Ihr Kind zu motivieren. Ich habe in unserem Lerncenter übrigens beobachtet, dass die Schüler, die erleben, dass ihre Eltern zu Hause arbeiten oder mal Aufgaben erledigen, weniger Probleme mit den Hausaufgaben haben. Studien gibt es nicht dazu, ich interpretiere das so, dass die Kinder wissen, dass „Arbeit“ oder „Pflicht“ nicht an der Wohnungstür endet. Wann und wie die Hausaufgaben sinnvoll erledigt werden sollten, ist übrigens auch individuell unterschiedlich. Aber das Thema ist so umfassend, dass ich dazu noch einen Extra-Beitrag verfassen werde. Am besten abonnieren Sie unseren Newsletter, dann bekommen Sie immer mit, was ich gebloggt habe und ob ich auf Ihr Thema schon ausführlich eingegangen bin.

Häufige Fragen zur Schulvorbereitung

Häufige Fragen zur Einschulung