Na gut, es gibt wohl kein Kind, das nicht seinen Namen kennt – zumindest seinen Vornamen. Schließlich ist der Vorname ein wichtiger Teil des Ichs und macht einen zu etwas Besonderem. Ich kann mich gut daran erinnern, dass mein erster Klassenlehrer, den ich ansonsten sehr verehrte, meinen Namen anfangs mit zwei „t“ schrieb. Als ich das sah, hatte ich sofort das Gefühl, er meinte nicht mich. Und wenn ich es recht weiß, hat er sogar das Zeugnisheft neu geschrieben. Deshalb habe ich übrigens noch heute Probleme damit, wenn Namen Anlass für Neckereien oder gar Lästereien sind. Aber das nur am Rande bemerkt.

Den Namen kennen und schreiben

Wichtig für den Schulstart ist, dass Ihr Kind seinen Vornamen kennen und schreiben können sollte. Den Nachnamen sollte es kennen, Sie glauben nicht, wie viele Kinder mit begegnen, die ihren Nachnamen nicht kennen. Natürlich gehen wir davon aus, dass Ihr Kind gleich am ersten Schultag verloren geht. Aber mit der Einschulung wird auch der Kreis, in dem es sich bewegt, größer. Solange es im Umfeld der elterliche Wohnung spielt und andere Kinder besucht, kann es jeden Passanten nach dem Heimweg fragen oder im Notfall um Hilfe bitten. Ist es jedoch weiter weg unterwegs, kann es wichtig sein, dass es seinen Namen klar und deutlich aussprechen kann.

Die Tücken der Schreibweise von Namen

Und da sind wir bei der Tücke der Schreibweise von Namen. Stellen Sie sich vor, Ihr Kind hat sich doch verlaufen und wird von einem älteren Ehepaar angesprochen, das helfen möchte. Wie soll es die Anschrift einer „Sina Meyer“ herausfinden? Sina steht nicht im Telefonbuch und Meyers gibt es schon mit „ey“ in jedem Ort zig Personen, aber vielleicht heißt Sina ja auch Meier oder Maier oder Mayer oder Mair. Wenn es dann den Nachnamen richtig aufschreiben kann, ist das Problem schnell gelöst.

Die Anschrift kennen

Noch besser ist es natürlich, wenn Ihr Kind die Anschrift kennt. Für Sie ist das selbstverständlich? Dann überlesen Sie den Hinweis einfach. Ich erlebe täglich selbst Schulkinder in der zweiten oder dritten Klasse, die nicht ihre Adresse kennen. Die Postleitzahl muss ein Kind nicht wissen, aber Wohnort, Straße und Hausnummer sollte es spätestens als Schulkind parat haben. Damit kann es im Ernstfall rasch wieder zu seinen Eltern gebracht werden.

Eine Visitenkarte für Ihr Kind

Besonders hilfreich dafür ist eine eigene Visitenkarte. Basteln Sie mit Ihrem Kind seine eigene Visitenkarten! Sie vermitteln ihm damit, wie einzigartig es ist. Es sieht, wie Name und Adresse geschrieben werden und kann die Karten sogar noch mitnehmen, wenn es auf Erkundungstour geht.

Und so geht es:

  • Besorgen Sie kleine Karteikarten im Format DIN A8.
  • Lassen Sie Ihr Kind auf die eine Seite seinen Namen schreiben und die Seite bunt bemalen oder mit Mustern verzieren.
  • Auf die Rückseite schreiben Sie leserlich Ihre Anschrift und Telefonnummer. Schon ist die Visitenkarte fertig. Wenn Sie über ein Laminiergerät verfügen, können Sie alle Karten am Schluss sogar laminieren, dann kann ihnen weder Regen noch Pfütze noch ein Schokofinger etwas anhaben.