Auf meinem Themenzettel steht immer noch ein Thema aus dem Newsletter-Gewinnspiel, daran wurde ich am Wochenende erinnert: der Umgang mit Schulangst vor dem ersten Schultag. Die meisten Kinder freuen sich auf die Schule, doch wenn der Termin näher rückt und häufig darüber gesprochen wird, was sich ändert und ändern muss, werden sie unsicher und ein Hauch von Schulangst macht sich breit. Das ist nicht ungewöhnlich und wir Erwachsenen kennen das auch – je näher etwas Neues, Ungewohntes rückt, umso mehr beschleicht uns ein mulmiges Gefühl. Wichtig ist, Strategien zu kennen, diesem Gefühl zu begegnen und sich nicht von ihm beherrschen zu lassen.

Jeder Mensch hat Ängste

Ängste sind etwas ganz Normales, sie stammen noch aus der Zeit, als die Menschen noch Gefahr liefen, von Feinden getötet zu werden. Das ist der Grund, warum Angst oft einhergeht mit verschärfter Aufmerksamkeit, Zittern oder Gänsehaut. Ängste, die sich einnisten und gegen die nichts unternommen wird, können allerdings ein Leben beeinträchtigen. Ob das die Angst vor der Schule ist oder vor der Welt, Ihr Kind braucht Sie, um zu lernen, mit Ängsten umzugehen.

Die Ursachen von Schulangst

Hier sind Sie als Eltern gefragt. Versuchen Sie herauszubekommen, was oder wer hinter den Ängsten steckt. Noch immer steckt in vielen Erwachsenen das Wort vom „Ernst des Lebens“, der mit der Einschulung beginnt, das sie oft unbewusst an die Kinder weitergeben mit Sätzen wie „Warte nur, in der Schule musst du stillsitzen, dein Brot aufessen …“ Wann immer etwas Negatives mit etwas Neuem verbunden wird, schürt das Ängste. Daher ist es wichtig, die Ursachen der Ängste zu finden und sie ganz konkret anzugehen. Damit lernt Ihr Kind gleichzeitig eine der wichtigsten Möglichkeiten im Umgang mit Ängsten: Man muss sich ihnen stellen.

Eltern als Angstbegleiter

Für Sie als Eltern bedeutet das vor allem, die Angst Ihres Kindes nicht zu verharmlosen, sondern sie ernst zu nehmen und zu hinterfragen. Sobald Ihr Kind erklärt, dass es Angst hat, sollten Sie diese nicht als lächerlich abtun, sondern sich erkundigen, wovor es Angst hat und woher die Angst kommen könnte. Nur, wenn Ihr Kind von klein auf lernt, dass es Angst haben darf und Sie mit ihm Wege suchen, die Angst zu beherrschen, kann es sich zu einem mutigen Kind entwickeln, dass sich Ängsten stellt und sich nicht von ihnen beherrschen lässt. Versuchen Sie gemeinsam den Wahrheitsgehalt der Ängste herauszufinden und loben Sie Ihr Kind dafür, dass es sich der Angst gestellt und sie besiegt hat.

Auch beim Umgang mit Ängsten ist Ihr Vorbild wichtig. Stehen Sie zu Ihren Ängsten. Erklären Sie Ihrem Kind ggf., woher die Ängste kommen. Zeigen Sie ihm aber auch, wie Sie damit umgehen und dass Sie Strategien entwickelt haben, mit den Ängsten fertig zu werden. Loben Sie sich ruhig im Beisein des Kindes selbst dafür, dass Sie wieder eine Angstsituation bewältigt haben.

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