Das Schulheft gehört zur Schule heute dazu, nur noch selten werden im Anfangsunterricht Tafel und Kreide eingesetzt wie zu Zeiten unserer Großeltern. Allerdings ist Schulheft nicht gleich Schulheft, neben den klassischen Heften mit Linien und Kästchen gibt es Spezialformate: Schreiblernhefte, Geschichtenhefte und sogar Hefte mit vorgezeichneten Mindmap-Wolken habe ich gesehen. Es ist daher ratsam, dass Sie vor dem Großeinkauf die Information der Schule abwarten, welche Hefte Ihr Kind benötigt.

Hefte mit Kästchen und Linien

Vielleicht erinnern Sie sich noch daran, dass Sie ein Heft mit der Lineatur 9 haben mussten, das ist das Standardheft mit Linien von etwa einem Zentimeter Abstand und einem freien Rand. Ab der vierten Klasse wird Ihr Kind dieses Heft auch häufig benötigen. Doch bis dahin braucht es andere Hefte. In der ersten Klasse wird entweder ein Sonderheft wie ein Schreiblernheft eingesetzt oder ein Heft mit der Lineatur 1, in der zweiten Klasse folgt Lineatur 2, in der dritten Klasse Lineatur 3 und danach wird in der Regel Lineatur 9 (DIN-A5) oder 25 (DIN-A4 mit weißem Rand, 27 mit Randlinien) verwenden. Die Heftnummer für das karierte Papier, wie wir es kennen, mit 5 x 5-mm-großen Kästchen, ist 10 (DIN-A5) oder 26 (DIN-A4 mit weißem Rand oder 28 mit Randlinien). In der ersten Klasse wird zum Teil auch das Rechenheft 7 eingesetzt, da sind die Kästchen etwas größer, wodurch die Kinder leichter eine Zahl hineinschreiben können.

Hefte zum Malen und Schreiben lernen

Als ich zur Schule ging, wurde noch in Heften ohne Linien gemalt, die gibt es als Lineatur 6 (DIN A5) und 20 bzw. 24 (DIN A4 mit und ohne Rand) auch heute noch. Aber in vielen Schulen werden spezielle Geschichtenhefte eingesetzt, deren Lineaturen sich an den Linien der jeweiligen Klassen orientieren. Entsprechend haben sie als Lineatur 1G bis 4G. Das gleiche gibt es auch für Sachrechenaufgaben, die die Lineatur SR1 und SR2 haben. Der Unterschied zum Schreib- bzw. Rechenheft besteht darin, dass Platz für ein Bild vorgesehen ist. Und dann gibt es die Schreiblernhefte (SL) und Zahlenlernhefte (ZL). Am Anfang der Linienreihen steht – je nach Hersteller – ein Bild von einem Haus, einer Blume o. ä. Das soll den Kindern zeigen, wie sie beim Schreiben die Buchstaben auf den Linien verteilen sollen. Meist befindet sich in dem Heft auch eine Beispielseite mit den Buchstaben. Hier müssen Sie ein wenig aufpassen, weil je nach Schule eine der folgenden vier Schriften genutzt wird: Lateinische Ausgangsschrift, Vereinfachte Ausgangsschrift, Schulausgangsschrift, Grundschrift. Die Buchstaben der Schriften unterscheiden sich und damit Ihr Kind zu Hause nicht das Falsche übt, sollten Sie prüfen, welche Vorlagen es verwendet. Manche Hefte enthalten nur eine Musterseite, da finden Sie die Schrift auf dem Deckblatt, andere enthalten alle Schriften, da sollten Sie die nicht verwendeten gleich beiseitelegen.

Das Schulheft für Spezialaufgaben

Zusätzlich zu den Heften, in denen Ihr Kind täglich rechnet und schreibt, gibt es besondere Hefte, die den Alltag und das Lernen erleichtern. Vor allem das Hausaufgabenheft kann wertvolle Dienste leisten, es wird meist erst in der dritten Klasse eingeführt, wenn die Kinder lesen können. Es enthält meist eine Doppelseite mit Schreibfeldern für die Wochentage, in die die Hausaufgaben notiert werden können. Vorher kommt auch das Vokabelheft selten zum Einsatz, das ist letztlich ein Schreibheft, dessen Seite in der Mitte durch einen senkrechten Strich geteilt ist. (Lineatur 53 bzw. 3V und 4V für die Grundschule). Viele Lehrer arbeiten mit einem Wörterheft, in das neue oder unbekannte Wörter geschrieben werden. Letztlich sind das Abwandlungen des Vokabelheftes, aber manche Wörterhefte (Lineatur 2W-3W) enthalten ein Buchstaben-Register am Außenrand. Diese Hefte eignen sich auch unabhängig vom Unterricht gut, um eigene Wörterbücher oder ein eigenes Lexikon zu erstellen. Schließlich kann es sein, dass Ihr Kind irgendwann ein Notenheft benötigt, dafür steht die Lineatur 14.

Eine Übersicht der Lineaturen finden Sie auf diesem Lineaturenplakat.