Der Schulranzen ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Alltag Ihres Kindes. Damit transportiert es die Materialien, die es in der Schule benötigt. Es trägt die Hausaufgaben voller Hoffnung in die Schule und bringt vielleicht auch mal eine schlechte Note im Test nach Hause. Das bedeutet, auch in der Wohnung und im Leben sollte er seinen angestammten Platz finden.

Zum richtigen Tragen des Ranzens

Sie können einen noch so guten Ranzen kaufen. Das hilft wenig, wenn er nicht richtig getragen wird. Prüfen Sie daher vor dem ersten Schultag, aber auch danach immer wieder, ob die Gurte richtig eingestellt sind. Manche Kinder finden es cool, wenn der Ranzen weit herunterhängt – gesund ist das nicht. Aber das ist nur die eine Seite, vor allem wächst Ihr Kind und im Alltag vergisst man schon mal, die Gurte entsprechend anzupassen.

Ach ja: Und der Schulranzen gehört zum Schulkind-Job, auch wenn er lästig und schwer ist. Kinder müssen sich daran gewöhnen, dass im Leben nicht alles angenehm ist und es aushalten, wenn der Ranzen nervt. Ich erlebe oft Eltern, die ihrem Kind – kaum verlässt es die Schule – den Ranzen abnehmen. Ich weiß, diese Eltern meinen es gut. Aber sie vermitteln damit auch die Botschaft: Ich nehme dir alles Schwere ab und du kannst das nicht schaffen. Widerstehen Sie dieser Versuchung, damit fördern Sie Ihr Kind mehr, als wenn Sie nach der kleinsten Quengelei den Ranzen tragen und sich selbst schaden, weil der schwere Ranzen sie hinunterzieht.

Der Schulranzen in der Wohnung

Planen Sie vom ersten Schultag einen Platz in der Wohnung ein, an dem der Ranzen immer steht und nach der Schule hingestellt wird. Solche kleinen Anker erleichtern Ihrem Kind, Ordnung zu üben und das Leben zu strukturieren. Hier wird der Ranzen nach der Heimkehr abgestellt und hier ist er auch morgens vor der Schule zu finden. So wird Ärger und Hektik vom ersten Schultag an vermieden.

Der tägliche Ranzen-Check

Ebenso empfiehlt es sich, mit dem Kind vom ersten Tag an den Ranzen zu überprüfen. Kinder neigen – wie Erwachsene auch 🙂 – dazu, allerlei einzustecken und zu vergessen. Das kann in der Schule zum Problem werden, wenn wichtige Nachrichten nicht bei den Eltern ankommen. Also nehmen Sie sich vor, abends kurz mit Ihrem Kind den Ranzen zu überprüfen:

  • Sind nur Dinge enthalten, die für die Schule nötig sind?
  • Wurden die richtigen Dinge für den nächsten Schultag eingepackt?
  • Ist das Federmäppchen vollständig?
  • Sind Hefte oder Bücher beschädigt und müssen geklebt werden?
  • Wurden Frühstücksdose und Trinkflasche zum Reinigen in die Küche gebracht?
  • Ist etwas ausgelaufen? (Eine leidige Eigenschaft von Trinkflasche und Farbkasten!)

Prüfen Sie am Ende, ob der Schulranzen nicht zu schwer ist. Als Faustformel gilt, dass er mit allen Büchern höchstens 10 bis 12 Prozent des Körpergewichts ausmachen sollte. Wenn der Ranzen Ihres Kindes immer schwerer ist, sprechen Sie die Lehrer an. Vielleicht kann es das eine oder andere Buch in der Schule lassen.

Um Ihr Kind möglichst gut einzubeziehen, lassen Sie es doch einen Plan malen, was alles in den Ranzen gehört – allgemein und auf die Fächer bezogen. Diese Pläne pinnen Sie an die Wand neben dem Ranzenplatz, sodass Ihr Kind den Ranzen auch alleine kontrollieren kann.